Freitag, 19. August 2016
Isoliert in einer fremden Welt
ricka0687, 20:59h
Ja, im Moment ist es so – ich habe kein Internet, da mein Datenvolumen vom Handy verbraucht ist und ich noch kein Internet daheim hab. Einstellen kann ich diesen Text nur im Einkaufszentrum oder bei Mc Donalds, eben da wo man in Estland freies Internet hat. Alternativ hat man es noch in Banken und in vielen Restaurants.
Es ist echt komisch – erst gestern habe ich Rüdiger erzählt, dass ich anfange auf Englisch zu denken. Ja, richtig auf Englisch. Wer mich kennt, glaubt wahrscheinlich falsch zu lesen, aber im Moment ist meine einzige Möglichkeit mit Menschen im realen Gegenüber zu kommunizieren, nur Englisch. Komisch. Ich hätte auch nie gedacht, dass man sich daran so schnell gewöhnt – aber man möchte als Mensch auch einfach mal reden und nicht nur mit den Wuffs...
Und dabei reden die Esten doch gern mit mir – auf Estnisch. Jeder spricht mich so an, ich scheine als Deutsche echt nicht aufzufallen. Klar ich bin auch recht blond und habe die Größe von einer Estin – aber und das müsste auffallen, ich gehe auch in Leggins, T-Shirt und Strickjacke und nicht zu vergessen meinen klobigen Wanderschuhen einkaufen. Ganz ich eben. Eine Estin habe ich so noch nie gesehen. Sie sind stets sehr gepflegt und ich glaube immer geschminkt unterwegs. Ihre Lieblingsbeschäftigung an Ampeln scheint jedenfalls das Schminken zu sein. Ich muss jedenfalls immer innerlich grinsen, wenn ich das sehe.
Auf der anderen Seite macht mich das traurig bzw. stimmt es mich nachdenklich. Die Menschen achten sehr auf ihr Aussehen, auch dreckige Autos findet man nicht, aber mit der Müllbeseitigung haben sie ein Problem. Klar, dass sind bestimmt nicht alle, aber es fällt auf, sobald man aus den sehr gepflegten Parks und der sauberen Stadt an den Stadtrand oder auch nur in den innerstädtischen Wald geht. Müll, Müll und nochmals Müll. Ganze Autos mit je 20 Reifen könnte man sich zusammen bauen und Sofas noch und nöcher. Am schlimmsten finde ich aber bald noch den Biomüll, der in Säcken entsorgt wird. Klar in Deutschland kennt man das auch, da wird Laub auch im Wald entsorgt- aber in Müllsäcken?!? Das ist ein Punkt der mich sehr nachdenklich stimmt – Rüdiger würde jetzt wohl sagen, dass dies wie bei uns in den 70ern ist. Es wird total gern konsumiert und alles schick gebaut, aber die Umwelt ist nicht so wichtig. Ich hoffe das es in diesem Bereich schnell ein Umdenken gibt- jedenfalls vor allem in Tallinn, im Rest des Landes war es auf den ersten Blick nicht so schlimm.
Denn es wäre so schade, wenn diese einzigartige Natur zerstört würde...
Ich freue mich schon darauf euch bald die ersten Bilder zeigen zu können! Ab Montag sollte ich Internet haben!!!
Hier ein kleiner Vorgeschmack:

Es ist echt komisch – erst gestern habe ich Rüdiger erzählt, dass ich anfange auf Englisch zu denken. Ja, richtig auf Englisch. Wer mich kennt, glaubt wahrscheinlich falsch zu lesen, aber im Moment ist meine einzige Möglichkeit mit Menschen im realen Gegenüber zu kommunizieren, nur Englisch. Komisch. Ich hätte auch nie gedacht, dass man sich daran so schnell gewöhnt – aber man möchte als Mensch auch einfach mal reden und nicht nur mit den Wuffs...
Und dabei reden die Esten doch gern mit mir – auf Estnisch. Jeder spricht mich so an, ich scheine als Deutsche echt nicht aufzufallen. Klar ich bin auch recht blond und habe die Größe von einer Estin – aber und das müsste auffallen, ich gehe auch in Leggins, T-Shirt und Strickjacke und nicht zu vergessen meinen klobigen Wanderschuhen einkaufen. Ganz ich eben. Eine Estin habe ich so noch nie gesehen. Sie sind stets sehr gepflegt und ich glaube immer geschminkt unterwegs. Ihre Lieblingsbeschäftigung an Ampeln scheint jedenfalls das Schminken zu sein. Ich muss jedenfalls immer innerlich grinsen, wenn ich das sehe.
Auf der anderen Seite macht mich das traurig bzw. stimmt es mich nachdenklich. Die Menschen achten sehr auf ihr Aussehen, auch dreckige Autos findet man nicht, aber mit der Müllbeseitigung haben sie ein Problem. Klar, dass sind bestimmt nicht alle, aber es fällt auf, sobald man aus den sehr gepflegten Parks und der sauberen Stadt an den Stadtrand oder auch nur in den innerstädtischen Wald geht. Müll, Müll und nochmals Müll. Ganze Autos mit je 20 Reifen könnte man sich zusammen bauen und Sofas noch und nöcher. Am schlimmsten finde ich aber bald noch den Biomüll, der in Säcken entsorgt wird. Klar in Deutschland kennt man das auch, da wird Laub auch im Wald entsorgt- aber in Müllsäcken?!? Das ist ein Punkt der mich sehr nachdenklich stimmt – Rüdiger würde jetzt wohl sagen, dass dies wie bei uns in den 70ern ist. Es wird total gern konsumiert und alles schick gebaut, aber die Umwelt ist nicht so wichtig. Ich hoffe das es in diesem Bereich schnell ein Umdenken gibt- jedenfalls vor allem in Tallinn, im Rest des Landes war es auf den ersten Blick nicht so schlimm.
Denn es wäre so schade, wenn diese einzigartige Natur zerstört würde...
Ich freue mich schon darauf euch bald die ersten Bilder zeigen zu können! Ab Montag sollte ich Internet haben!!!
Hier ein kleiner Vorgeschmack:

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